Streuobstwiesen

Streuobst in Schallfeld (Foto: Vera Bellenhaus)

Mit der Apfelblüte hat der Frühling endgültig begonnen. Bienen summen, Hummeln schwirren umher, ein süßer Duft liegt in der Luft, und in der Baumkrone singt ein Gartenrotschwanz sein Lied.

 

Obstbäume prägen seit Jahrhunderten unsere Landschaft. Stehen sie zusammen, bilden sie eine Streuobstwiese. Diese besteht aus hochstämmigen Obstbäumen, die extensiv bewirtschaftet werden. Sie sind entweder flächig oder in Reihen angepflanzt. Früher waren zahlreiche Ortschaften in Unterfranken flächig von Streuobstwiesen umgeben; viele dieser Wiesen mussten jedoch landwirtschaftlichem Ackerland weichen.

Im Rahmen des Streuobstpaktes wurde die Anerkennung ihres Wertes – sowohl für die Natur als auch für die Menschen – erneuert, und so werden heute nach und nach Ersatzpflanzungen angelegt.

 

Allerdings braucht es Jahrzehnte, bis eine Streuobstwiese ihr volles Potenzial entfaltet. Das liegt daran, dass sich in den Bäumen mit zunehmendem Alter große Höhlen entwickeln, die als geeignete Nistplätze für Vögel wie den Gartenrotschwanz, den Steinkauz und den Wendehals dienen. Auch die Menge an holzbewohnenden Käfern nimmt in diesen alten Bäumen zu.

Gartenrotschwanz (Foto: Jürgen auf pixabay)
Altbaumpflege in Schwebheim (Foto: Vera Bellenhaus)

So sind nicht nur die vitalen Bäume wertvoll, sondern auch die „Baumruinen“ als Lebensraum vieler Tierarten.

 

Damit eine Streuobstwiese wertvoll bleibt, braucht es regelmäßige Pflege: Pflegeschnitte an Altbäumen, die nach und nach vergreisen, sowie eine regelmäßige Unterpflege in Form einer zweischürigen Mahd oder extensiver Beweidung.

 

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